Prozessorplattform für Mini-PCs - Intel oder AMD
Mini-PCs werden auf zwei Hauptplattformen hergestellt. Intel -Prozessoren (Core i3/i5/i7, Core Ultra und die energieeffiziente N-Serie) blicken auf eine lange Tradition zurück, bieten umfassende Softwarekompatibilität sowie integrierte Iris Xe-Grafik für Büroanwendungen und Multimedia und sind vor allem in Business-Modellen von HP, Dell und Lenovo zu finden. AMD-Prozessoren (Ryzen und neu Ryzen AI) bieten eine leistungsstärkere integrierte Radeon-Grafikkarte, dank derer selbst kleine Mini-PCs einfache Spiele und leichtere kreative Aufgaben bewältigen können; typischerweise bei Modellen von Minisforum, GMKtec, GEEKOM und AceMagic.
Welchen Mini-PC sollte man je nach Verwendungszweck wählen?
- Büro und Homeoffice - leise und ressourcenschonende Mini-PCs mit Intel Core i3/i5 oder Ryzen 5, in der Regel 16 GB RAM und 512 GB SSD; ideal zur Befestigung hinter dem Monitor mittels VESA-Halterung.
- HTPC für den Fernseher - ein kleines und leises Gerät mit HDMI 2.1 und 4K-Unterstützung, für Streams, Filme und leichtes Gaming.
- Gaming-Mini-PC - Modelle mit Ryzen 7/9 und integrierter Radeon-Grafikkarte, ggf. mit Oculink-Anschluss für eine externe Grafikkarte; die neuesten Geräte mit Ryzen AI Max bieten eine Leistung, die mit klassischen Gaming-PCs vergleichbar ist.
- Heimserver, NAS und Docker - Mini-PCs mit geringem Stromverbrauch, zwei SSD-Steckplätzen und einem 2,5-GbE-Anschluss, geeignet für Home Assistant, Plex, Nextcloud oder Proxmox.
- Digital Signage und Kiosksysteme - kompakte Geräte ohne Betriebssystem oder mit Windows IoT für Geschäfte, Restaurants und Präsentationen.
Mini-PC-Marken und ihre Ausrichtung
Das Business- und Bürosegment wird von HP und Dell mit leisen Geräten, langer Garantie und stabilen Treibern für den Einsatz in Unternehmen vertreten; Lenovo und Acer ergänzen dieses Segment. Komplette Mini-PCs mit Ryzen- und Intel-Prozessoren werden von Minisforum und GMKtec geliefert, die sich auf das Preis-Leistungs-Verhältnis konzentrieren und oft mit vorinstalliertem Arbeitsspeicher sowie einer SSD ausgeliefert werden; zur gleichen Kategorie gehören auch GEEKOM, AceMagic, Chuwi und Blackview. Barebone- und Gaming-Mini-PCs werden von Shuttle, Gigabyte und MSI hergestellt; diese Gruppe wird durch ASRock und Zotac ergänzt. Hochwertige NUC-Modelle bietet Asus an, das die Intel-NUC-Reihe übernommen hat, und eine erschwingliche Option für weniger anspruchsvolle Nutzer ist Umax.
Worauf Sie bei der Auswahl eines Mini-PCs achten sollten
- Prozessor - für Büroanwendungen und HTPCs reicht ein Intel Core i3 oder Ryzen 3 aus; für anspruchsvollere Aufgaben und Gaming-Mini-PCs empfiehlt sich ein Core i7/Ryzen 7 oder gegebenenfalls ein neuerer Core Ultra und Ryzen AI.
- Arbeitsspeicher - wir empfehlen mindestens 16 GB; für anspruchsvollere Anwendungen und Virtualisierung sollten Sie 32 GB oder mehr wählen.
- SSD-Speicher - für den normalen Gebrauch reichen 512 GB aus; für Fotos, Filme und Spiele sollten Sie sich für 1 TB entscheiden oder eine zweite M.2-SSD hinzufügen.
- Grafikkarte - die integrierte Intel Iris Xe oder Radeon eignet sich für Büroanwendungen, Streaming und weniger anspruchsvolle Spiele; für vollwertiges Gaming sollten Sie nach Modellen mit Oculink suchen, um eine externe Grafikkarte anschließen zu können.
- Konnektivität - nützlich sind Wi-Fi 6/6E oder Wi-Fi 7, Bluetooth 5.x, USB4 oder Thunderbolt 4, 2,5-GbE-Ethernet und zwei Videoausgänge für zwei Monitore.
- Betriebssystem - Windows 11 erleichtert den Einsatz in Unternehmen und die Einbindung in eine Domäne; die Variante ohne Betriebssystem eignet sich für Linux oder wenn Sie über eine eigene Lizenz verfügen.
Zubehör für den Mini-PC
Zum Mini-PC passen ein hochwertiger Monitor sowie ein Set aus Tastatur und Maus. Vergessen Sie auch nicht ein hochwertiges HDMI- oder DisplayPort-Kabel und gegebenenfalls eine VESA-Halterung zur Befestigung des Mini-PCs hinter dem Monitor.